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                              „Handlungsfähig bleiben“


Was man braucht um Handlungsfähig zu bleiben, egal ob man eine Nacht in der Natur verbringt, überraschend das Haus, die Wohnung verlassen muss, oder der Strom für längere Zeit ausfällt, ist oft individuell abhängig von den eigenen Fähigkeiten und der Situation. Folgend gebe ich Anregungen zur persönlichen Überlegung, denn es nützt die beste Ausrüstung nichts wenn man sich damit nicht auseinandergesetzt hat. Die Reihenfolge ist nach Priorität aufgelistet.


Wärmeerhalt

Der Wärmeerhalt wird unterschätzt. Man ist innerhalb kürzester Zeit unterkühlt, natürlich abhängig von der Situation. 

Wenn man ins eiskalte Wasser fällt, innerhalb von Minuten, bei einer Autopanne im Winter ohne entsprechende Bekleidung, innerhalb von Stunden (bei einem Motorschaden funktioniert die Heizung nicht!). Im Haus oder in der Wohnung wird es länger dauern, hier hat man meist Decken genügend Kleidung z.b. eine Winterausrüstung (Ski - Hose und Jacke) zur Verfügung und im Idealfall einen Kachelofen oder Beistellherd. Unternimmt man eine geplante Tour im Freien, sollte die Ausrüstung den Jahreszeiten entsprechend angepasst sein.


Wasser

Ohne Nahrung überlebt man theoretisch zwei bis drei Wochen. Ohne Wasser ist man nach max. 2-3 Tage nicht mehr Handlungsfähig um sich selbst helfen zu können. 

Was benötigt man um in einer Notsituation zu genußfähigen Wasser zu kommen, ohne Krank zu werden? Es ist ratsam im Auto immer Trinkwasser mitzuführen wie z.b. eine Mineralwasser Flasche aus dem Supermarkt. Die Menge ist abhängig von der Situation, fährt man alleine zur Arbeit oder im voll besetzten Familienauto. Im Haus oder der Wohnung sollte immer ein pro Kopf Vorrat an Trinkwasser bereit gehalten werden.

Gibt es bei einer längeren Wandertour keinen Zugang zu frischem Wasser, ist ein Trekking Wasserfilter empfehlenswert. Natürlich kann man so einen kompakten Filter zusätzlich zu einer Wasserflasche auch in einem Rucksack im Auto verstauen.


Nahrung

Bei Nahrung sollte zwischen Notfall, Trekking und Vorrats Nahrung unterschieden werden.Notfall Nahrung erklärt sich schon selbst, ist Jahrzehnte haltbar, hochkalorisch und meistens auf Weizen- oder Reisbasis. Zusätzlich mit den wichtigsten Vitaminen versetzt um Mangel vorzubeugen. Im Notfall als Zusatz zu frischer Nahrung um Ressourcen zu sparen, als Hauptnahrung für gewisse Zeit möglich aber nicht empfehlenswert.

Trekking Nahrung ist meist gefriergetrocknet und speziell für Expeditionen entwickelt worden. Mit heißem Wasser aufbereitet, gibt es verschiedenste Gerichte von vielen Anbietern. Aufgrund der kürzeren Haltbarkeit und dem verhältnismäßig hohen Preis, sind sie als Notvorrat nur bedingt tauglich.

Vorratsnahrung für zu Hause sollte aus Produkten bestehen die auf dem eigentlichen Speiseplan stehen. Es hat keinen Sinn, Produkte zu Kaufen die zwar lange Haltbar sind, z.b. Konserven, die nie gegessen werden. Ideal wären Lebensmittel die immer verbraucht werden. Die neu gekauften Produkte werden im Lager hinten angereiht und bereits Lagernde von vorne entnommen, wie im Supermarkt. So vermeidet man das Lebensmittel ablaufen. Welche Produkte hier verwendet werden obliegt der eigenen Kreativität. Im Notfall sollte man auch überlegen wie ich die Produkte verarbeiten kann. Wenn länger kein Strom mehr vorhanden ist, wird der E-Herd oder Mikrowellenherd nicht mehr funktionieren und mit Tiefkühlprodukte wird man wahrscheinlich auch nicht glücklich werden, ganz abgesehen davon das alles auftaut und schnell verdirbt. 


Fazit:

Es ist also immer Situationsabhängig und individuell, wie man handlungsfähig bleibt, deshalb habe ich bewusst keine Liste für den jeweiligen Bereich erstellt. Empfehlenswert ist es aber mit Sicherheit, sich mit dieser Materie auseinanderzusetzen. Wenn man blindlings ohne ein persönliches Konzept drauflos legt, wird man in einer Notfallsituation mit hoher Wahrscheinlichkeit überfordert sein.